Leopoldshagen








































































Wappen
Deutschlandkarte

Die Gemeinde Leopoldshagen führt kein Wappen



Leopoldshagen

Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Leopoldshagen hervorgehoben


53.77489213.8951026Koordinaten: 53° 46′ N, 13° 54′ O
Basisdaten

Bundesland:

Mecklenburg-Vorpommern

Landkreis:

Vorpommern-Greifswald

Amt:

Am Stettiner Haff

Höhe:
6 m ü. NHN

Fläche:
19,56 km2
Einwohner:
658 (31. Dez. 2017)[1]

Bevölkerungsdichte:
34 Einwohner je km2

Postleitzahl:
17375

Vorwahl:
039774

Kfz-Kennzeichen:
VG, ANK, GW, PW, SBG, UEM, WLG

Gemeindeschlüssel:
13 0 75 075
Adresse der Amtsverwaltung:
Stettiner Straße 1
17367 Eggesin

Website:

www.leopoldshagen.de

Bürgermeister:
Werner Hackbarth
Lage der Gemeinde Leopoldshagen im Landkreis Vorpommern-Greifswald


Brandenburg
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Landkreis Vorpommern-Rügen
Landkreis Vorpommern-Rügen
Landkreis Vorpommern-Rügen
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Karte
Über dieses Bild



Leopoldshagen ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Am Stettiner Haff mit Sitz in Eggesin verwaltet.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Geografie


  • 2 Ortsteile


  • 3 Geschichte


  • 4 Sehenswürdigkeiten


  • 5 Verkehrsanbindung


  • 6 Persönlichkeiten


  • 7 Weblinks


  • 8 Einzelnachweise





Geografie |




Luftbild (Blickrichtung Osten)


Die Gemeinde liegt am Nordwestrand der Anklamer Heide, ca. 16 Kilometer von der ehemaligen Kreisstadt Anklam entfernt. Leopoldshagen ist als typisches Straßenreihendorf an der Hauptstraße ausgerichtet, wobei eine südlich verlaufende parallele Straße eine zweite Bebauungslinie bildet. Die Kirche des Ortes ist inselartig von der Hauptstraße umschlossen.
Die etwa drei Kilometer breiten Haffwiesen trennen Leopoldshagen vom Stettiner Haff.


Unmittelbar nordwestlich von Leopoldshagen beginnt das Anklamer Torfmoor, ein unter Naturschutz stehendes Feuchtgebiet, das sich am westlichen Haffufer bis Anklam entlangzieht.



Ortsteile |



  • Leopoldshagen

  • Grünberg

  • Hoheheide

  • Mörkerhorst



Geschichte |





Fachwerk-Dorfkirche Leopoldshagen

Leopoldshagen

Auf Anordnung des Preußenkönigs Friedrich II. wurde der Ort 1748 durch den Landbaumeister Knüppel als ein langgestrecktes Straßenreihendorf angelegt und mit 30 Kolonisten besiedelt. 29 Kolonisten kamen aus Mecklenburg-Strelitz und eine Familie aus Schwedisch-Pommern. Zunächst wurden 30 Bauernhöfe nach der Rodung des großen Eichenwaldes angelegt. 18 dieser Hofanlagen mit ihren giebelständigen Wohngebäuden blieben erhalten.
Den Namen Leopoldshagen erhielt der Ort im Jahre 1752 zu Ehren des Fürsten Leopold Maximilian von Anhalt-Dessau, zweiter Sohn von Leopold I. von Anhalt-Dessau.[2]


Trotz der beschwerlichen Kultivierung wuchs der Ort und eine kleine Fachwerkkirche entstand 1754 und im Jahre 1763 kam der erste Pfarrer nach Leopoldshagen. Die Kolonisten wurden verpflichtet auf der gegenüberliegenden Straßenseite, die so genannte Büdnerseite, Doppelwohnhäuser zu errichten, um weitere Menschen anzusiedeln. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts entstand dann die so genannte Hinterreihe.


Seit dem 1. Oktober 1896 war der Bahngleisbau vollendet und Leopoldshagen verfügte über einen eigenen Kleinbahnhof. Die Mecklenburg-Pommersche Schmalspurbahn (MPSB) hatte fortan eine eigene Gleisverbindung von Leopoldshagen zur Kreisstadt Anklam. Am 28. April 1945 endete der planmäßige Zugverkehr auf der Strecke Anklam–Leopoldshagen. Schon bald nach dem Krieg wurde die gesamte Strecke demontiert, da die Gleise unter Reparationsleistungen an die Sowjetunion gefallen waren.


Leopoldshagen gehörte bis 1952 zum Landkreis Anklam. Die breite Dorfstraße mit der Kirche in der Mittellage trennte die Bauern auf der Nordseite von den Büdnern und Handwerkern auf der anderen Straßenseite, was zum Teil heute noch an der Bausubstanz ersichtlich ist. Die kleinteiligen Strukturen verschwanden jedoch nach 1945 und zwei Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG) wurden gegründet.[3] Die heute noch bestehenden kulturellen Vereine, der Sportverein; DTSV „Blau-Weiß 58“ und Karnevalsverein; „Le-Ha“, wurden vom Dorfclubvorsitzenden Max Eckhardt gegründet.


Die Gemeinde ist heute Ort der Grundschule, auch für die Nachbargemeinden Mönkebude und Grambin. Seit 1991 wurde der Ortskern im Rahmen der Städtebauförderung gründlich saniert.



Grünberg

Hoheheide

Mörkerhorst



Sehenswürdigkeiten |


→ Siehe: Liste der Baudenkmale in Leopoldshagen



  • In der Ortsmitte steht die Leopoldshagener Fachwerkkirche, Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut, mit einem Dachreiter. Drei Glocken finden sich im Glockenstuhl der Kirche.

  • Eine Besonderheit ist ein Wohnhaus mit Zwiebelturm.

  • In einer alten Motormühle wurde 1998 anlässlich der 250-Jahr-Feier eine Heimatstube eingerichtet. Sie zeigt wie die Kolonisten, Handwerker und zwei Fischer lebten sowie Beiträge zur Kirchengeschichte und zum Schulalltag.



Verkehrsanbindung |


Neun Kilometer westlich von Leopoldshagen liegt die Gemeinde Ducherow. Dort besteht Anschluss an das Bundesstraßennetz (B 109) und an die Bahnlinie Berlin–Stralsund. Die Umgebung ist gut durch Rad- und Wanderwege erschlossen.



Persönlichkeiten |



  • Karl von Scheven (1882–1954), evangelischer Theologe und Bischof der Pommerschen Evangelischen Kirche.


Weblinks |



 Commons: Leopoldshagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


  • Webseite der Gemeinde Leopoldshagen

  • Leopoldshagen im Amt Am Stettiner Haff

  • Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern: Leopoldshagen im SIS-Online. Statistisches Informationssystem.



Einzelnachweise |




  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2017 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).


  2. Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen. Bd. 1, W. Dietze, Anklam-Berlin 1865, S. 281(Digitalisat bei Google Books).


  3. BIG-Städtebau: Faltblatt der Gemeinde zur Stadterneuerung, 1995


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