Malatya (Provinz)
| Malatya | |
|---|---|
| Nummer der Provinz: | 44 |
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| Landkreise | |
| Basisdaten | |
| Koordinaten: | 38° 29′ N, 38° 8′ O38.48416666666738.136388888889 |
| Provinzhauptstadt: | Malatya |
Region: | Ostanatolien |
| Fläche: | 12.313 km² |
| Einwohnerzahl: | 781.305[1](2016) |
| Bevölkerungsdichte: | 63,45 Einwohner/km² |
| Politisches | |
| Gouverneur: | Mustafa Toprak[2] |
| Sitze im Parlament: | 6 |
| Strukturelles | |
| Telefonvorwahl: | 0422 |
Kennzeichen: | 44 |
| Website | |
www.malatya.gov.tr (Türkisch) | |
Malatya (armenisch Մալաթիա, zazaisch Meletiye, kurmandschi „Meletî“, griechisch Melitene) ist eine türkische Provinz in Ostanatolien mit der gleichnamigen Hauptstadt Malatya. Im Osten liegen Elazığ und Diyarbakır, im Süden Adıyaman, im Westen Kahramanmaraş und im Norden Sivas und Erzincan.
Inhaltsverzeichnis
1 Geographie
2 Geschichte
3 Landkreise
4 Wirtschaft
5 Persönlichkeiten
6 Weblinks
7 Einzelnachweise
Geographie |
Malatya wird beherrscht vom südöstlich gelegenen Taurusgebirge mit den Bergen Korudağ (2100 m), Karakaya Tepe (2424 m), Becbel Tepe (2006 m), Beydağı (2544 m), Kelle Tepe (2150 m) und Gayrık Tepedir (2306 m). Die Nurhak-Berge sind Ausläufer des Taurus, ihre wichtigsten Berge sind der Derbent (2428 m), der Kepez (2140 m), der Kuşkaya Tepesi (1922 m) und der Akçadağ (2013 m).
Geschichte |
Die sehr frühe Besiedlung der Region zeigt sich an der in der Umgebung von Malatya liegenden spätjungsteinzeitlichen Stadt Arslantepe. Sie ist das Melid der Hethiter. Im Laufe seiner Geschichte wurde Malatya zweimal verlegt. Der Name Malatya selbst kommt vom hetithischen Melid für Honig. Im Jahre 1750 v. Chr. eroberte König Anitta von Kuschara das Gebiet um Malatya und machte es zum Teil des hethitischen Reiches. Die Assyrer eroberten das Gebiet unter König Sanherib (705–681 v. Chr.). Nach ihnen herrschten hier die Meder und Perser. Mit dem Einfall von Alexander dem Großen geriet Malatya in den hellenistischen Machtbereich. Strabon zählte Malatya als einen der zehn Reichsteile des Königreichs Kappadokien, das von 280 bis 212 v. Chr. existierte, auf. Weitere Herrscher über Malatya waren die Römer, Byzantiner, Araber, Seldschuken und ab 1515 die Osmanen.
Ab 1915 fand hier der Völkermord an der armenischen Minderheit statt. Die überlebenden, nach Armenien geflohenen Armenier gründeten in Jerewan das Stadtviertel Malatia-Sebastia. 1924 wurde das türkische Malatya in den Rang einer Provinz erhoben.
Am 18. April 2007 fanden hier die Morde im Zirve-Verlag statt.
Landkreise |
Malatya ist seit 2012 eine Großstadt (Büyükşehir belediyesi). Nach einer Verwaltungsreform 2014 sind alle Landkreise direkt dem Oberbürgermeister von Malatya unterstellt. Die ehemaligen Bürgermeister der Kommunen (Belediye) wurden auf den Rang eines Muhtars runtergestuft. Daher sind die 13 Landkreise gleichzeitig Stadtbezirke.
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Wirtschaft |
Die Provinz ist das weltweit größte Anbaugebiet für Aprikosen. Hier werden die süßen Aprikosen entsteint und als ganze Frucht getrocknet. Mittlerweile stammen ca. 95 % der in Europa gehandelten getrockneten Aprikosen aus Malatya. Seit einigen Jahren werden auch frische Früchte nach Europa exportiert. Die Türkei produzierte 2010 mit 476.132 t davon am meisten gefolgt von Iran mit 400.000 t und Usbekistan mit 325.000 t. Italien lag mit 252.892 t an vierter Stelle der Weltproduktion.[3] Die Stadt Malatya hat Aprikosen in ihrem Stadtwappen.
Persönlichkeiten |
Hrant Dink, türkisch-armenischer Journalist und Verleger
İzzettin Doğan, Völkerrechtsprofessor und alevitischer Aktivist
Gregorius Bar-Hebraeus, Maphrian der syrisch-orthodoxen Kirche
İsmet İnönü, zweiter Staatspräsident der Türkei
Ahmet Kaya, türkisch-kurdischer Musiker
Bülent Korkmaz, Fußballspieler und -trainer
Michael der Syrer, Patriarch der syrisch-orthodoxen Kirche
Turgut Özal, Staats- und Ministerpräsident der Türkei
Emine Sevgi Özdamar, Schauspielerin und Schriftstellerin
Yüksel Özkasap, Sängerin
Ayşe Polat, Regisseurin
İlyas Salman, Schauspieler
Kemal Sunal, Schauspieler
Mehmet Topal, türkischer Fußballnationalspieler
Weblinks |
Einzelnachweise |
↑ Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 24. Dezember 2017
↑ Webseite der Provinz Malatya
↑ Website der FAO – Countries by commodity – Apricots abgerufen am 21. Mai 2012
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