Miikka Kiprusoff












































































FinnlandFinnland Miikka Kiprusoff Eishockeyspieler

Miikka Kiprusoff
Personenbezogene Informationen

Geburtsdatum

26. Oktober 1976

Geburtsort

Turku, Finnland

Spitzname

Kipper

Größe
188 cm

Gewicht
85 kg
Spielerbezogene Informationen

Position

Torwart

Nummer
#34

Fanghand
Links
Draftbezogene Informationen

NHL Entry Draft

1995, 5. Runde, 116. Position
San Jose Sharks
Karrierestationen

bis 1996

TPS Turku

1996–1998

AIK Solna

1998–1999
TPS Turku

1999–2001

Kentucky Thoroughblades

2001–2003

San Jose Sharks

2004–2005

Timrå IK

2003–2013

Calgary Flames

Miikka Sakari Kiprusoff (* 26. Oktober 1976 in Turku) ist ein ehemaliger finnischer Eishockeytorwart, der zuletzt von 2003 bis September 2013 bei den Calgary Flames in der National Hockey League unter Vertrag stand. Kiprusoff, der beim NHL Entry Draft 1995 von den San Jose Sharks ausgewählt wurde, debütierte für die Kalifornier während der Saison 2000/01 in der NHL. Zuvor hatte der Finne in seiner Heimat bei TPS Turku in der SM-liiga und für AIK Solna in der Elitserien gespielt. Nachdem er bei den San Jose Sharks zumeist als Back-up agierte, avancierte der Finne bei den Calgary Flames schnell zum Stammtorwart und erreichte mit dem Team aus Alberta in der Saison 2003/04 die Finalspiele um den Stanley Cup. Seine konstanten Leistungen in der Folgezeit wurden von der Liga mit mehreren individuellen Auszeichnungen geehrt und Kiprusoff gewann nach Abschluss der Spielzeit 2005/06 sowohl die William M. Jennings Trophy für die wenigsten Gegentore als auch die Vezina Trophy als bester Torwart des Jahres.


Als langjähriges Mitglied der finnischen Nationalmannschaft vertrat er sein Heimatland bei zahlreichen Turnieren. Bisherige Höhepunkte waren hierbei der Gewinn der Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften 1999 und 2001 und dem World Cup of Hockey 2004.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Karriere


    • 1.1 International




  • 2 Erfolge und Auszeichnungen


    • 2.1 International




  • 3 NHL-Statistik


  • 4 Einzelnachweise


  • 5 Weblinks





Karriere |


Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 1995 gehörte er zum Kader von Team Finnland und wurde noch im gleichen Jahr von den San Jose Sharks in der fünften Runde an Nummer 116 beim NHL Entry Draft 1995 gezogen. Erste Profierfahrung sammelte Kiprusoff, der gerne finnische Rockmusik hört, bei AIK in der schwedischen Elitserien und bei TPS Turku in der finnischen SM-liiga, wo er 1999 zum besten Torhüter der Liga und zum besten Spieler der Play Offs ausgezeichnet wurde. Anschließend durfte er sich zwei Jahre lang bei den Kentucky Thoroughblades in der American Hockey League beweisen. Sein NHL-Debüt für die San Jose Sharks gab Kiprusoff am 24. Oktober 2000 gegen die Carolina Hurricanes. Auf seinen ersten NHL-Sieg musste er aber noch einige Zeit warten. Erst am 29. März 2001, nachdem er zwischenzeitlich wieder in die Minor League geschickt worden war, durfte er diesen gegen die Mighty Ducks of Anaheim feiern.




Kiprusoff im Dress der Calgary Flames


Auch in den folgenden zwei Spielzeiten lief es für den Finnen nicht so gut in Kalifornien. So war es ein Glücksgriff für ihn und seinem kommenden Arbeitgeber die Flames, dass sich diese am 16. November 2003 mit den Sharks auf einen Tausch einigten. San Jose gab Kiprusoff ab und erhielt hierfür einen Zweitrunden-Wahlrecht für den NHL Entry Draft 2005. Mit einem Gegentrefferschnitt von nur 1,69 stellte Kiprusoff in der Saison 2003/04 einen neuen NHL-Rekord auf, verdrängte Calgarys damaligen Stammtorwart Roman Turek auf die Ersatzbank, und schaffte mit den Flames den Einzug in das Stanley Cup-Finale 2004. Außerdem wurde er für die Vezina Trophy nominiert, die an den herausragenden Goalie der Saison vergeben wird. Da die darauffolgende Saison 2004/05 aufgrund des Lockouts ausfiel, spielte Kiprusoff in der Spielzeit bei Timrå IK in der schwedischen Liga. In der Saison 2005/06 herrschte wieder normaler Spielbetrieb in der NHL, allerdings scheiterte Kiprusoff mit seinem Team in der ersten Runde der Play Offs. Erneut wurde er für die Vezina Trophy nominiert und diesmal bekam er sie auch. Er wurde zusätzlich noch für die Hart Memorial Trophy nominiert, die an den herausragenden Spieler der Saison vergeben wird. Eine Ehrung hatte er schon vorher sicher: Die William M. Jennings Trophy für den Torhüter mit den wenigsten Gegentreffern.


Die folgende Saison 2006/07 begann für Kiprusoff mit unkonstanten Leistungen und mit lediglich vier Siegen aus den ersten zwölf Begegnungen.[1] Im Saisonverlauf steigerte sich der Torwart und knüpfte annähernd an die vorhergehende Spielzeit an, sodass er im Januar 2007 erstmals fürs NHL All-Star Game nominiert wurde. Am 27. März 2007 gelang ihm sein 21. Shutout für die Calgary Flames und brach dadurch den bisherigen Franchiserekord von Dan Bouchard.[2] Die Saison 2006/07 beendete der Finne mit 40 Siegen aus 74 Begegnungen. Im Oktober 2007 wurde sein Kontrakt bei den Flames um sechs Jahre verlängert, der ihm rund 35 Millionen US-Dollar garantiert.[3] Nach zwei etwas schwächeren Spielzeiten, in denen Kiprusoff eine Fangquote von rund 90,5 Prozent erreichte, knüpfte er in der Saison 2009/10 wieder an die Leistungen vor vier, fünf Jahren an und war mit einer Fangquote von 92 Prozent ein sicherer Rückhalt des Teams aus Calgary, die erstmals seit 2003 die Playoffs verpassten.[4] Am 20. Februar 2011 gelang ihm beim NHL Heritage Classic der erste Shutout eines Torhüters bei einem Freiluft-Eishockeyspiel in der National Hockey League.[5]



International |


Sein größter Erfolg mit der finnischen Nationalmannschaft war der Gewinn der Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften 1999 und 2001 sowie der zweite Platz beim World Cup of Hockey 2004. Außerdem nahm er mit der finnischen Auswahl an den Olympischen Winterspielen 2010 teil und gewann die Bronzemedaille. Als Juniorenspieler hatte er sein Heimatland bei der U18-Junioren-Europameisterschaft 1994 vertreten und war später auch bei den Junioren-Weltmeisterschaften 1995 und 1996 zum Einsatz gekommen.



Erfolge und Auszeichnungen |




Miikka Kiprusoff mit hochgezogenem Helm







  • 1999 Jari-Kurri-Trophäe

  • 1999 Urpo-Ylönen-Trophäe

  • 2000 AHL All-Star Classic

  • 2001 AHL All-Star Classic

  • 2003 NHL-Defensivspieler des Monats Dezember




  • 2006 William M. Jennings Trophy

  • 2006 Vezina Trophy

  • 2006 NHL First All-Star Team

  • 2007 NHL All-Star Game

  • 2016 Aufnahme in die Finnische Eishockey-Ruhmeshalle




International |



  • 1999 Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft

  • 2001 Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft

  • 2004 2. Platz beim World Cup of Hockey

  • 2010 Bronzemedaille bei den Olympischen Winterspielen



NHL-Statistik |


























































































































































































































































































Reguläre Saison

Play-offs
Saison
Team
GP
W
L
T
MIN
GA
SO
GAA
GP
W
L
MIN
GA
SO
GAA

2000/01

San Jose Sharks
5
1
2
0
154
5
0
1.94
3
1
1
149
5
0
2,01

2001/02
San Jose Sharks
20
7
6
3
1037
43
2
2.49
1
0
0
8
0
0
0,00

2002/03
San Jose Sharks
22
5
14
0
1199
65
1
3.25








2003/04

Calgary Flames
38
24
10
4
2301
65
4
1.69
26
15
11
1655
51
5
1,85

2004/05
Calgary Flames

nicht gespielt wegen Lockout

2005/06
Calgary Flames
74
42
20
11
4380
151
10
2.07
7
3
4
428
16
0
2,24

2006/07
Calgary Flames
74
40
27
9
4419
181
7
2.46
6
2
4
384
18
0
2.81

2007/08
Calgary Flames
76
39
26
10
4398
197
2
2.69
7
2
4
336
18
1
3,21

2008/09
Calgary Flames
76
45
24
5
4418
209
4
2.84
6
2
4
324
19
0
3.52

2009/10
Calgary Flames
73
35
28
10
4235
163
4
2.31








2010/11
Calgary Flames
71
37
24
6
4156
182
6
2.63








2011/12
Calgary Flames
70
35
22
11
4128
162
4
2.35








2012/13
Calgary Flames
24
8
14
2
1344
77
0
3.44







NHL gesamt
623
319
213
71
36169
1500
44
2.49
56
25
28
3284
127
6
2.32

(Legende zur Torhüterstatistik: GP oder Sp = Spiele insgesamt; W oder S = Siege; L oder N = Niederlagen; T oder U oder OT = Unentschieden oder Overtime- bzw. Shootout-Niederlage; Min. = Minuten; SOG oder SaT = Schüsse aufs Tor; GA oder GT = Gegentore; SO = Shutouts; GAA oder GTS = Gegentorschnitt; Sv% oder SVS% = Fangquote; EN = Empty Net Goal; 1 Play-downs/Relegation)



Einzelnachweise |




  1. cbc.ca, Flames try to build momentum


  2. sports.espn.go.com, Kiprusoff, Flames end Wild's nine-game win streak


  3. cbc.ca, Flames extend Miikka Kiprusoff for 6 years


  4. nhl.com, Kiprusoff's play brings back memories of 2004


  5. nhl.com, Kiprusoff bests temps, pucks, for first outdoor shutout



Weblinks |




  • Miikka Kiprusoff bei hockeydb.com (englisch)


  • Miikka Kiprusoff bei hockeygoalies.org


  • Miikka Kiprusoff bei legendsofhockey.net (englisch)


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