Zentrales Pionierlager








Zentrales Pionierlager (DDR)


Biesenthal

Biesenthal



Göhren

Göhren



Cramon

Cramon



Hammelspring

Hammelspring



Petzow

Petzow



Sebnitz

Sebnitz



Straußberg

Straußberg



Zschorna

Zschorna



Arendsee

Arendsee



Papstdorf

Papstdorf



Einsiedel

Einsiedel



Lenz

Lenz



Seifhenners- dorf

Seifhenners-
dorf



Bad Saarow

Bad Saarow



Prieros

Prieros



Gräbendorf

Gräbendorf



Schneeberg

Schneeberg



Limbach-Oberfrohna

Limbach-Oberfrohna



Güntersberge

Güntersberge



Wilhelmsthal

Wilhelmsthal



Ahlbeck

Ahlbeck



Markgrafenheide

Markgrafenheide



Prerow

Prerow



Bad Schmiedeberg

Bad Schmiedeberg



Glowe

Glowe



Stolberg

Stolberg



Prebelow

Prebelow



Parchim

Parchim



Grünheide

Grünheide



Bertingen

Bertingen



Beichlingen

Beichlingen



Friedrichsbrunn

Friedrichsbrunn



Oybin

Oybin



Friedrichroda

Friedrichroda



Brodowin

Brodowin



Boltenhagen

Boltenhagen



Raila

Raila



Rathsfeld

Rathsfeld



Waren

Waren



Weißwasser

Weißwasser



Trassenheide

Trassenheide



Bollmannsruh

Bollmannsruh



Eckartsberga

Eckartsberga



Großkochberg

Großkochberg



Grünheide

Grünheide



Graal-Müritz

Graal-Müritz



Groß Köris

Groß Köris



Zwickau

Zwickau



Lubmin

Lubmin



Gottesberg

Gottesberg



Werbellinsee

Werbellinsee


Pionierlager

Als zentrale Pionierlager (kurz ZPL) wurden die Pionierlager der DDR bezeichnet. Es handelte sich hierbei um Kinderferienlager. Auf dem Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik gab es zuletzt 48 solcher Einrichtungen.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Inhalte


  • 2 Organisation


  • 3 Personelle Ausstattung


  • 4 Abgrenzung


  • 5 Liste der zentralen Pionierlager (unvollständig)


  • 6 Einzelnachweise


  • 7 Weblinks





Inhalte |


Die Inhalte des Ferienlebens der Thälmannpioniere und der FDJ-Mitglieder (Schüler der 8. bis 12. Klasse) wurden durch Beschlüsse des Zentralrates der FDJ inhaltlich festgelegt. Die Teilnahme an einem von drei 18-tägigen Sommerferienaufenthalten während der jährlichen Schulsommerferien war für die Pioniere und FDJler in der Regel eine Auszeichnung für gute schulische und gesellschaftliche Arbeit.



Organisation |


Jedes zentrale Pionierlager hatte für alle wirtschaftlichen Fragen einen zugeordneten Trägerbetrieb (Großbetrieb), der in Eigenleistung und mit staatsgeplanten Leistungen und Materialien sowohl die materielle Basis der Lager sicherte und erweiterte wie auch die Materialien und Versorgung der bis zu 1200 Teilnehmer pro Durchgang sicherstellte.



Personelle Ausstattung |


Der Leiter des ZPL war ein ganzjährig tätiger berufener Funktionär der territorialen FDJ-Bezirksleitung, sein Stellvertreter (Wirtschaftleiter) ein ganzjährig angestellter Mitarbeiter des Trägerbetriebes. Der Lagerarzt und die Krankenschwestern wurden bereitgestellt, wie auch die Küchen- und technischen Saisonkräfte durch den Trägerbetrieb abgestellt bzw. angestellt wurden. Die Betreuer der Kinder waren Lehrer und mehrheitlich Studenten pädagogischer Hochschulen.



Abgrenzung |


Im Unterschied zu den Pionierlagern war die Teilnahme an den zwei- bis dreiwöchigen (Betriebs-) Ferienlagern, die in weitaus größerer Zahl durch Betriebe, Kombinate, Institutionen, Behörden etc. unterhalten wurden, nicht an Voraussetzungen wie herausragende schulische Leistungen oder gesellschaftliche Aktivitäten geknüpft. Nahezu jedes Schulkind bis zum Alter von ca. 14 Jahren, dessen Eltern es wünschten, hatte während der achtwöchigen Sommerferien die Möglichkeit zur Teilnahme an einer derartigen organisierten Feriengestaltung, gegen einen geringen, mehr symbolischen, Unkostenbeitrag.



Liste der zentralen Pionierlager (unvollständig) |


  • Pionierrepublik Wilhelm Pieck




















































































































































































































































































































































































































































































































































Ort
Bezirk
Lage
Ehrenname
Plätze[1]
Trägerbetrieb [1]
zuständige FDJ-Bezirksorganisation
Anmerkungen
Biesenthal Frankfurt Oder am Großen Wukensee
Helmut Just 800
VEB Bergman Borsig Berlin/Görlitzer Maschinenbau
Berlin
Göhren Rostock zwischen Göhren und Lobbe, nahe heutiger REHA-Klinik Etkar André 800 VEB Fischfang Saßnitz Rostock
Cramon Schwerin am Cramoner See
Hans Kahle 600 VEB Klement Gottwald Werk Schwerin
Hammelspring Neubrandenburg am Röddelinsee
Klim Woroschilow 1000 VEB Energiekombinat Neubrandenburg Neubrandenburg Nachnutzung von Teilen als El Dorado Templin
Petzow Potsdam am Glindowsee
Tschoibalsan 600 VEB Maschinenbau „Karl Marx“ Babelsberg Nachnutzung als KiEZ Inselparadies Petzow
Sebnitz Dresden auf dem Buchberg bei Sebnitz Grete Walter 500 VEB Braunkohlenveredlung Lauchhammer (Gaskombinat Schwarze Pumpe) Cottbus Nachnutzung als KiEZ „An der Grenzbaude“
Straußberg Erfurt auf dem Berg Feuerkuppe Gheorghiu-Dej 1000 VEB IFA Motorenwerke Nordhausen Nachnutzung als KiEZ Ferienpark Feuerkuppe
Zschorna Dresden im Schlosspark von Schloss Zschorna
Georgi Dimitrow 850 VEB Stahl- und Walzwerk Riesa Dresden
Arendsee Magdeburg am Arendsee
Maurice Thorez 900 VEB Schwermaschinenbau „Karl Liebknecht“ Magdeburg Magdeburg Nachnutzung als KiEZ Arendsee
Papstdorf Dresden am Ortsrand Klement Gottwald 1000 VEB Kunstseidenwerk „Siegfried Rädel“ Pirna
Nachnutzung als Kinder- und Jugenddorf Erna
Einsiedel Karl-Marx-Stadt am Ortsrand, Dittersdorfer Weg Palmiro Togliatti 800 VEB Großdrehmaschinenbau „8. Mai“ Karl-Marx-Stadt Karl-Marx-Stadt Nachnutzung durch eine gemeinnützige Bildungseinrichtung
Bad Saarow Frankfurt/Oder
Matyas Rakosi/Lilo Herrmann
1000 VEB Reifenkombinat Pneumant Fürstenwalde Karl-Marx-Stadt „Das Lager "Lilo Herrmann" ist in Struktur und Gebäuden weitgehend erhalten geblieben...“ (2008)[2]
Bad Saarow Frankfurt/Oder am Scharmützelsee
Feliks Dzierżyński 1000 VEB Bandstahlkombinat „Hermann Matern“ Eisenhüttenstadt Frankfurt/Oder Nachnutzung als Sport&SPA-Resort A-ROSA mit Golfplatz
Seifhennersdorf Dresden Zittauer Gebirge Rosa Luxemburg 800 VEB Waggonbau Bautzen Dresden Nachnutzung als KiEZ Querxenland
Lenz Neubrandenburg am Plauer See
Fritz Heckert 1000
VEB WBK Berlin
Berlin
Gräbendorf Potsdam am Hölzernen See

Enver Hoxha /General Świerczewski-Walter
800 VEB Elektrokohle Berlin-Lichtenberg Berlin Nachnutzung als KiEZ Hölzerner See
Gräbendorf Potsdam am Frauensee
Michail Kalinin 1000
VEB Werk für Fernsehelektronik Berlin (Kombinat Mikroelektronik Erfurt)
Berlin Nachnutzung als KiEZ Frauensee mit Floriansdorf
Schneeberg Karl-Marx-Stadt am Filzteich
Wilhelm Pieck 500 VEB Elektromotorenwerke Thurm Karl-Marx-Stadt Nachnutzung als KiEZ Am Filzteich
Limbach-Oberfrohna Karl-Marx-Stadt am Ortsrand Clara Zetkin 600
VEB Fettchemie Karl-Marx-Stadt/VÈB Germania Karl-Marx-Stadt (ab 1985)
Nachnutzung als Feriendorf „Hoher Hain“
Güntersberge Halle unterhalb des Gierskopfes
Werner Seelenbinder 800 VEB Eisen- und Hüttenwerke Thale Halle Nachnutzung als KiEZ Güntersberge
Wilhelmsthal Erfurt am Wilhelmsthaler See
Maxim Gorki 1000 VEB Automobilwerk Eisenach Erfurt Nachnutzung als Technologie- und Berufsbildungszentrum Wilhelmsthal
Ahlbeck Rostock Dünestraße am Strand Boleslaw Bierut 500 VEB Gießerei- und Maschinenbau Torgelow Neubrandenburg
Nachnutzung als Jugendferienpark und Europäische Begegnungsstätte der Sportjugend Berlin
Markgrafenheide Rostock in der Rostocker Heide am Strand Alexej Marressjew 1000 VEB Chemiefaserwerk „Friedrich Engels“ Premnitz Potsdam
Nachnutzung als Ostseeferienzentrum Markgrafenheide, 2012 Abriss, Planung eines Strandresort am Budentannenweg
Prerow Rostock zwischen Prerower Strom und Ostsee Kim Il Sung 920 VEB Volkswerft Stralsund Rostock Abriss des Lagers, auf einer Teilfläche steht die Barmer Ostseeklinik Prerow
Bad Schmiedeberg Halle in der Dübener Heide
Karl Marx 900 VEB Stickstoffwerk Piesteritz Halle Nachnutzung als Ferienanlage am Grenzbach
Glowe Rostock Hermann Duncker
Bau- und Montagekombinat Industrie- und Hafenbau Stralsund
Status ab 1987 anerkannt
Stolberg Halle am Fuß des Großen Auerbergs
Soja Kosmodemjanskaja 1000 Walzwerk Hettstedt Halle Nachnutzung als Feriendorf Forsthaus Auerberg
Prebelow Potsdam am Großen Prebelowsee
Wilhelm Florin 850 VEB Stahl- und Walzwerk „Wilhelm Florin“ Hennigsdorf Potsdam Nachnutzung als KiEZ Prebelower Kinderland
Parchim Schwerin am Wockersee
Kurt Bürger 600 VEB Chemiekombinat Bitterfeld-Stammbetrieb Halle
Grünheide Frankfurt/Oder am Störitzsee
Alexander Matrossow 1000 VEB IFA-Automobilwerke Ludwigsfelde Potsdam Nachnutzung als KiEZ Störitzland
Bertingen Magdeburg An der Alten Elbe
Friedrich Engels 800 VEB Magdeburger Armaturenwerke „Karl Marx“ Magdeburg Nachnutzung bis 2000 als KiEZ Bertingen, seit 2005 Feriendorf Bertingen
Beichlingen Erfurt am Windberg Hans Beimler 800 VEB SKET Magdeburg Nachnutzung zunächst als Kinder- und Jugenddorf, dann bis 2013 als Jugendherberge des DJH, seit 2015 Gemeinschaft „Am Windberg e.V.“
Friedrichsbrunn Halle Ortsausgang Richtung Allrode, am Fuß des Klobenbergs
Erich Weinert 800 VEB Chemische Werke Buna, Schkopau Halle
Oybin Dresden Rudi-Arndt-Str. Rudi Arndt 400 RAW „Einheit“ Leipzig-Engelsdorf Leipzig Abriss beschlossen, liegt brach
Friedrichroda Erfurt Klosterpark Reinhardsbrunn Georgi Dimitrow 1000 VEB Kali-Betrieb „Werra“ Merkers Suhl verschiedene Nachnutzungen wie Spätaussiedlerheim, Internat des Sprachgymnasiums Schnepfenthal, jetzt Kirche und Tourismus e. V.
Brodowin Frankfurt/Oder südwestlich Brodowin nahe Großer Plagesee
Anton Semjonowitsch Makarenko 850 VEB Kranbau Eberswalde Frankfurt/Oder abgerissen bis auf Keller des Hauptgebäudes, dort Fledermauskolonie
Boltenhagen Rostock Mariannenweg Mathias Thesen 1000 VEB Mathias-Thesen-Werft Wismar Abriss, 2013 neues Konzept für eine Siedlung
Raila Gera im Wetteratal Mitschurin/Hermann Matern (1972) 800 VEB Carl Zeiss Jena Gera zw. 2002 und 2004 Abriss und Renaturierung
Rathsfeld Halle Jagdschloss Rathsfeld und Park Thomas Müntzer 1000 VEB Robotron-Optima Büromaschinenwerk Erfurt Erfurt seit 1991 als Jugendwaldheim Rathsfeld
Waren Neubrandenburg am Feisnecksee
La Pasionaria 1000 VEB Schiffswerft „Neptun“ Rostock abgerissen
Weißwasser Cottbus am Braunsteich
Philipp Müller 800 VEB Spezialglaswerk „Einheit“ Weißwasser
Cottbus Nachnutzung als KiEZ am Braunsteich
Trassenheide Rostock Raymonde Dien 1000 VEB Reparaturwerk Neubrandenburg Neubrandenburg

Bollmannsruh Potsdam am Beetzsee
Bruno Kühn 600 VEB Stahl- und Walzwerk Brandenburg Cottbus Nachnutzung als KiEZ Bollmannsruh
Eckartsberga Halle in Nähe zur Eckartsburg
Nikolai Ostrowski 600
Leunawerke / Braunkohlebetrieb Nachterstedt/VEB Braunkohlenwerk „Gustav Sobottka“ Röblingen
Halle Nachnutzung als Freizeitspass Eckartsberga
Großkochberg Gera Schloß Kochberg Hanno Günther VEB Maxhütte Unterwellenborn später in ein Jugenderholungszentrum umgewidmet, Trägerbetrieb errichtete ein neues ZPL „Hanno Günther“ in Gottesberg
Grünheide Karl-Marx-Stadt in Grünheide Wladimir Majakowski 800 VEB Kombinatsbetrieb „Otto Grotewohl“ Böhlen Leipzig Nachnutzung als KiEZ Waldpark Grünheide
Graal-Müritz Rostock Buchenkampweg Martin Andersen Nexö 1000 VEB Warnowwerft Warnemünde Nachnutzung durch Bau eines Freizeit- und Erholungsbades
Groß Köris Potsdam am Großen Roßkardtsee, Motzener Straße Heinrich Rau 1000 VEB Schwermaschinenbau „Heinrich Rau“ Wildau Privatgrundstück, Lager verfallen
Zwickau Karl-Marx-Stadt am Zwickauer Stadtwald in Marienthal
Karl Liebknecht 800 VEB Steinkohlenkokerei „August Bebel“ Zwickau Karl-Marx-Stadt Nachnutzung als Wohnanlage Waldidyll am Windberg
Lubmin Rostock Walter Ulbricht Auflösung durch Bau des KKW Greifswald Ende der 60er Jahre
Gottesberg Karl-Marx-Stadt Hanno Günther 350 VEB Maxhütte Unterwellenborn Umzug vom Schloss Kochberg, Objekt steht leer, alle Gebäude zerfallen, die Natur überwuchert die Ruinen (2015)
Arendsee
Magdeburg
Waldgebiet am Arendsee
Erich Weinert
300–400
VEB Messgerätewerk "Erich Weinert" Magdeburg
Magdeburg
Nachnutzung als Integrationsdorf Arendsee


Einzelnachweise |




  1. ab Gesetzblatt der DDR, Teil I Nr. 9 vom 4. April 1983, S. 97–99


  2. Ariane Kraus. PIONIERLAGER. Eine Foto-Dokumentation, abgerufen 11. November 2016



Weblinks |



  • Rückblick: Ferienlager und Klassenfahrten in der DDR

  • Eine Übersicht befindet sich in den Verfügungen des Ministeriums für Volksbildung Nr. 5 von 1989 S. 71/72




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